Film: „Abrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“

Film: „Abrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf“

Theater

Beschreibung

11. November 2026, Uhr: Film: Abrecht Weinberg – Es ist immer in meinem KopfIn Erinnerung an die Pogromnacht 1938 widmen wir uns gemeinsam mit dem Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Mittlerweile gibt es Politiker, die dieses Kapitel als einen „Vogelschiss in der deutschen Geschichte“ bezeichnen, von einem „Schuldkult“ ist die Rede. Antisemitische Positionen werden immer offener vertreten. Es gilt, dem stark und gemeinsam als Demokraten entgegenzutreten!

Unser Film soll dazu beitragen. Er führt uns vor Augen, was unsere Vorfahren unschuldigen Menschen angetan haben. Und auch, welch großes Herz sich Überlebende des Holocausts bewahren konnten.

 

Albrecht Weinberg hat den Holocaust überlebt. Sechzig Jahre nach dem Exil in Amerika kehrt er in seine alte Heimat Ostfriesland zurück. Nicht, weil er Deutschland noch einmal sehen will, sondern weil er fast blind ist und auf Hilfe angewiesen ist. In Leer kommt er am vermeintlichen Ende seines Lebens an — und findet dort etwas, womit niemand mehr gerechnet hat: einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, einst seine Pflegerin, nun seine Freundin und Mitbewohnerin. Zusammen sind sie die älteste WG Deutschlands.

Und Albrecht beginnt zu erzählen: von seinem Leben, von „Mama“ und „Papa“, von dem, was bleibt, wenn alles verloren ging.Der Zuschauer erlebt, wie Schüler neben dem alten Mann im Rollstuhl hinknien und in Tränen ausbrechen, weil die Wucht seiner Geschichte kaum auszuhalten ist. Albrecht trägt das Grauen in seinem Kopf und im Herzen einkindliches Vertrauen gegenüber den Menschen, die ihm begegnen. Zugewandt, liebevoll, immer neugierig und offen. Selbst ein ehemaliger Wehrmachtssoldat, der ihm begegnet, kann daran nichts ändern. Albrecht weint, er lacht, er fährt mit dem Leeraner Bürgermeister Karussell und erinnert sich an jedes Detail einer Vergangenheit, die nicht vergehen darf. Bis zuletzt bleibt seine größte Angst das Vergessen. Albrecht Weinberg starb am 12. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren. Er hinterlässt Hunderte Freunde und Weggefährten sowie seine beste Freundin Gerda, die nun nicht mehr mit Albrecht, aber mit seinem Film durch Deutschland reist – gegen das Vergessen.

 

Ergänzt wird der Film durch die Animation „Ungeklärte Eigentumsverhältnisse“. Sie erinnert an den Kunstsammler Max Silberberg. Er wurde in Neuruppin geboren und in Auschwitz ermordet.“Besuche den den Hangar-312 Film Club! Erlebe fesselnde Filme und spannende Diskussionen mit Filmemachern, moderiert von Arne Krohn. Der Eintritt ist frei, Spenden können hinterlassen werden.Beginn: 20:00 UhrVeranstaltungsort: Hangar-312 (indoor, beheizt), Hugo-Eckener-Ring 40, 16816 Neuruppin

Mehr im Programm: Hangar-312

Alle Events auf einen Blick

Karte, Filter nach Genre und Datum, Merkzettel: Spot zeigt dir, was heute in deiner Stadt los ist.

Alle Events in der Spot-AppÖffnen